migrationshintergruendig

Mit der Nazikeule

Posted on: 20.11.15 - Freitag

Wer Terrorismus zum Anlass nimmt, eine angebliche Schuld einzugestehen und die eigene Politik ändern zu wollen, macht Terroristen erst richtig groß.

… schreibt „Chefkommentator“ Torsten Krauel unter dem Titel „Wer sagt, der Westen sei schuld, hat verloren“ in der WELT.

Wer dem islamischen Terrorismus so begegnet, wird das Problem sicher nachhaltig für uns lösen. Dann kann ich mich ja beruhigt wieder hinlegen, oder?

Nein: Abgesehen davon, dass der gesamte Text ein völliges Unverständnis für Wesen und Herkunft des islamischen Terrorismus in die Welt schreit – pardon: in die WELT schreit – führt mangelnde Selbstreflexion mit Sicherheit nicht dazu, islamische und andere Gewalt Zukunft zu vermeiden. Der Gewalt und den Tätern muss unsere Kultur mit aller Entschiedenheit entgegen treten. Aber nicht aus einer chauvinistischen Selbstherrlichkeit heraus, sondern aus der Glaubwürdigkeit des kohärenten Einstehens für die eigenen Werte. Und glaubwürdig sind „wir“ nicht, solange amerikanische Geheimdienste „Beweise“ für nie da gewesene Massenvernichtungswaffen vorlegen, und internationale Großkonzerne noch die Ärmsten der Armen bis aufs Blut ausbeuten.

Aber seien wir ehrlich: Anderes hätten wir kaum erwartet von der WELT. Dieser Mensch jedoch geht weiter:

Die islamistische Dolchstoßlegende mitsamt der Ausrede einer westlichen Verschwörung ist genauso eine Mär wie damals die durchaus vergleichbare Extremistensaga vom ewig bedrohten deutschen Volk.

Der „Chefkommentator“ schenkt der klaren Sicht auf die Sachlage und der Relativierung der eigenen Herrlichkeit also mit der Nazikeule ein! Aber er verdient sie sich damit selbst. Denn so redet er denen das Wort, die sich dann auch prompt mit ihren „Schuldkomplex“- und „Gutmenschen“-Sprüchen in der Kommentarspalte zu Wort melden. Das wird man ja wohl mal sagen dürfen. So trägt  man den Stammtisch ins Internet. Herzlichen Glückwunsch.

 

P.S.: Überflüssig zu sagen, dass ein entsprechender Leserkommentar selbstverständlich entfernt wurde. Bei der WELT sind halt nicht nur die Autoren auf „damals“, sondern auch das Personal.

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